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Kabelverschraubungen & Zubehör

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Kabelverschraubungen

Die Kabelverschraubung schützt elektrische Installationen, Aggregate und Geräte vor mechanischen Einflüssen und isoliert sie von der Umwelt. Sie dient der Durchführung von Kabeln in elektrische Anlagen und schützt als Zugentlastung und Knickschutz vor unbeabsichtigtem Herausziehen und Beschädigungen. Kabelverschraubungen schließen Kabeldurchführungen hermetisch von der Umwelt ab und schützen das Innere elektrischer Anlagen vor Eindringen von Feuchtigkeit, Staub und Zugluft.

Anwendungsbereiche von Kabelverschraubungen

Kabelverschraubungen kommen überall dort zu Anwendung, wo elektrische Leitungen schnell und sicher montiert und dauerhaft geschützt werden müssen. Typische Anwendungsbereiche sind Schaltschrankbau, Maschinen und Anlagen, Antriebstechnik, Automatisierungstechnik, Elektroinstallationen, Kälte- und Klimatechnik und Photovoltaik. Das große Einsatzspektrum von Kabelverschraubungen decken wir mit einer breiten Produkt- und Materialvielfalt ab. Je nach Anwendung kommen Kunststoff-, Messing- oder Edelstahlgehäuse mit anwendungsspezifischen Dichteinsätzen zum Einsatz. Damit sind Schutzarten von IP65/IP66 (staub- und wasserstrahlgeschützt) bis IP68/IP69K (staub- und wasserdicht) sowie Beständigkeit gegen UV-Strahlung, Salzwasser und aggressive Chemikalien erreichbar. Alle Kabelverschraubungen sind UL-gelistet.

Aufbau einer Kabelverschraubung

Eine Kabelverschraubung besteht in der Regel aus zwei Gehäuseteilen, zwischen denen ein ringförmiger Dichteinsatz aus Elastomer liegt. Zur Befestigung wird der Gewindeschaft der Kabelverschraubung durch eine Bohrung in der Bauteilwand geschoben und mit einer Kontermutter und zwischenliegender Ringdichtung verschraubt. Das Kabel wird durch den Dichteinsatz geführt und die Gehäuseteile durch Verschrauben oder Rasten verschlossen. Der Schraub- oder Rastdruck drückt die Dichtung eng an das Kabel an und bewirkt damit den dichten Außenabschluss. Die Norm DIN EN 60423 schreibt für Kabelverschraubungen metrische Gewinde vor; gängige Gewindegrößen sind M6 bis M110. Die herkömmlichen PG-Gewinde (Kabelverschraubungen mit Panzergewinde) sind nur noch in Ausnahmefälle zulässig und werden zunehmend durch metrische Gewinde ersetzt. Für unterschiedliche Kabelquerschnitte bieten die Hersteller Dichteinsätze mit abgestuften Durchmessern an. Dazu gibt es Mehrfachdichteinsätze für die Durchführung mehrerer Leitungen sowie Blindstopfen und Blindstifte zum Abdichten nicht genutzter Kabeldurchführungen.

Sonderformen von Kabelverschraubungen

Zur Durchführung von vorkonfektionierten Leitungen, zum Beispiel Leitungen mit Anschlussstecker oder Datenkabel mit Netzwerkstecker, werden teilbare Kabelverschraubungen angeboten. Bei diesen Bauformen lassen sich modulare Dichtungen und Gehäuse um eine oder mehr Leitungen herum klappen und dann verschrauben, rasten oder (ähnlich einer Zugentlastung) mit zwei Schrauben verschließen. Für Netzwerkschränke, Schaltkästen oder Schaltschränke, die lediglich vor Staub und Zugluft geschützt werden sollen, gibt es Bürstendichtungen, welche in die Kabelverschraubung eingesetzt werden. Bürstendichtungen erfüllen Anforderungen zum Berührungsschutz und Schutz gegen Staubablagerungen im Inneren und ermöglichen das schnelle und flexible Einführen und Auswechseln von Kabeln und Leitungen mit Stecker. Zur Regulierung von Luftdurchflussraten oder zur Entfeuchtung von Bauräumen sind im Markt spezielle Membranen (zum Beispiel Gore-Tex-Membranen) zur Verwendung in Kabelverschraubungen verfügbar.